topfit 1

Eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer haben Krampfadern. Dr. Urs Graf, Spezialarzt für Chirurgie und Venenspezialist an der Klinik Pyramide in Zürich, sagt, wie man sie richtig behandelt.

topfit 2 def

Venenerkrankungen entstehen nicht von heute auf morgen, sondern sie kündigen sich durch eine Reihe von Zeichen und Beschwerden an. Deshalb kann man Krampfadern frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln. Doch nur ein Bruchteil aller Venenpatienten ist in fachgerechter ärztlicher Behandlung. Fatale Folge: Tausende von Schweizerinnen und Schweizern bekommen früher oder später offene Beine oder sterben sogar an Lungenembolien. «Krampfadern sind bei weitem nicht nur ein kosmetisches, sondern vorallem ein ernstes medizinisches und volkswirtschaftliches Problem», sagt Dr. Urs Graf, chirurgischer Leiter des Venenzentrums der Klinik Pyramide in Zürich.

Wer sich einmal die Mühe nimmt, im Schwimmbad oder auch nur schon auf der Strasse die Beine von Herrn und Frau Schweizer näher anzuschauen, wird unschwer feststellen, dass Krampfadern zwar weit verbreitet sind, aber kaum ernst genommen oder dann falsch behandelt werden. Da passt eine Frau kaum noch in ihre Schuhe, so geschwollen sind ihre Unterschenkel. Eine andere hat sich die Beine mit elastischen Binden notdürftig eingebunden, oder bei einem Mann im besten Alter quellen die fingerdicken Krampfadern nur so aus den Waden hervor.

Schuld an dieser Misere sind auch die Ärzte. Nur allzuoft erliegen sie der Versuchung, das Problem nicht ernst zu nehmen oder falsch zu behandeln. «Die häufigsten Fehler sind ungenügende Abklärung und Verordnung von unwirksamen Therapien», sagt Dr. Graf. «Gesündigt wird vor allem bei Venensalben, die nur sehr beschränkt wirksam sind und niemals eine Operation ersetzen. Auch gespritzt, beziehungsweise verödet wird oft viel zu lang, anstatt das Problem an der Wurzel zu packen und ein für allemal mit einem chirurgischen Eingriff zu lösen.»

schumacher 1 def

Günther Schuhmacher, 63, aus Zollikon ZH wartete nach einer misslungenen Krampfadernoperation zehn Jahre, bis er sich auf Anraten seines Hausarztes erneut operieren liess. «Vor allem mein rechtes Bein sah fürchterlich aus. Überall quollen hässliche, stark erweiterte Krampfadern hervor. Angst machte mir vorallem die Vorstellung, früher oder später ein offenes Bein zu bekommen.»
Als der Sattelmacher und Designer endlich Mut gefasst hatte, bockten die Ärzte. «Ich kontaktierte zwei gestandene Chirurgen. Keiner getraute sich mein Bein zu operieren. Sie meinten, meine Venenkrankheit sei schon zu weit fortgeschritten.»

Über den Zürcher Venenspezialisten Dr. Stefan Gabler, einen der besten seines Faches, gelangte Günther Schuhmacher schliesslich zu Dr. Graf. In mühsamer Kleinarbeit – der ganze Eingriff dauerte drei Stunden – holte der Chirurg das nach, was sein Vorgänger verpasst hatte.

Vom Ergebnis ist Günther Schuhmacher restlos begeistert: «Es ist nicht übertrieben, im Vergleich zu vorher habe ich jetzt Beine wie eine Jungfrau.»

Zwei Dinge sind bei der Behandlung von Venenleiden entscheidend; eine genaue Abklärung durch einen ausgewiesenen Venenspezialisten und eine sorgfältige Operation durch einen erfahrenen Venenchirurgen.

Werden die Krampfadern wie noch an vielen Spitälern üblich von einem x-beliebigen Chirurgen operiert, ist der Rückfall nur eine Frage der Zeit.

Dr. Graf: «Ganz wichtig ist zum Beispiel die korrekte Unterbindung der Stammvenen an der Einmündungsstelle in das tiefe Venensystem des Beins. Dieser Eingriff verlangt besondere Sorgfalt, weil im Gebiet der Leiste der kleinste Fehler einen sicheren Rückfall bedeutet.» Aber auch das kosmetische Ergebnis hängt davon ab, ob ein Chirurg sein Handwerk beherrscht.

«Die besten Resultate bringt das «Häkeln», erklärt Dr. Graf. «Mit einer Spezialklinge macht der Chirurg Dutzende, wenn nicht Hunderte von winzig kleinen Schnitten. Dann fasst er die Krampfadern mit eigens dafür entwickelten Häkchen und zieht sie heraus. Am Schluss werden die Schnittchen mit Pflastern zugeklebt und heilen ab, ohne sichtbaren Narben zu hinterlassen.»

schumacher 2 def

Eine der wichtigsten Massnahmen bei Venenleiden ist neben der Operation die Kompression durch spezielle Venenstrümpfe. Am häufigsten verordnet werden Sigvaris-Kompressionsstrümpfe, und zwar zur Vorbeugung wie auch zur Behandlung. Wer eine Veranlagung zu Krampfadern hat oder besondere Risiken ausgesetzt ist, trägt mit Vorteil Kompressionsstrümpfe.

Die stärke der Kompression richtet sich nach dem Grad der Abflussstörung. Zur Vorbeugung und bei unkomplizierten Krampfaderleiden genügt in der Regel die Klasse 1 mit leichter Oberflächenwirkung. Bei einem chronischen Venenleiden ist meist ein Strumpf der Klasse 2 oder sogar 3 erforderlich.

Dr. Graf: «Medizinische Kompressionsstrümpfe müssen gezielt verordnet, exakt angemessen und konsequent getragen werden.»

Da es sich um eine anerkannte Therapie handelt, werden sie von den Krankenkassen bezahlt. Auch optisch machen moderne Venenstrümpfe eine gute Falle. Die neuesten Sigvaris-Modelle erfüllen alle Anforderungen an einen modisch eleganten, feinen und trotzdem medizinisch wirksamen Kompressionsstrumpf. Von einem Feinstrumpf sind sie deshalb kaum noch zu unterscheiden.

Dr. Samuel Stutz
Dr. med. Urs Graf
FMH Chirurgie
Seefeldstrasse 128
CH-8008 Zürich

T +41 (0)43 499 90 40
F +41 (0)43 499 90 41
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. med. Urs Graf  ·  FMH Chirurgie
Seefeldstrasse 128  ·  8008 Zürich
T +41 (0)43 499 90 40  ·  F +41 (0)43 499 90 41  ·  E-Mail